Studie: Risikofaktoren für Schlaganfall, Demenz und Depressionen im Alter
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Studie: Risikofaktoren für Schlaganfall, Demenz und Depressionen im Alter

Abstrakte 3D-Darstellung eines durchscheinenden, schillernden menschlichen Gehirns, das vor einem zartrosa Hintergrund schwebt und von reflektierenden, glasartigen Formen mit regenbogenfarbenen Reflexen umgeben ist.

Die Gesundheit des Gehirns wird oft mit dem Alter und der Genetik in Verbindung gebracht, doch Forschungsergebnisse zeigen, dass die Sache komplexer ist. Eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2025, die im „Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry“ veröffentlicht wurde, identifizierte mehrere beeinflussbare Risikofaktoren, die Schlaganfall, Demenz und Altersdepression gemeinsam haben – was darauf hindeutet, dass bestimmte Aspekte der Gehirngesundheit schon lange vor dem Auftreten von Symptomen beeinflusst werden können.

Definition von veränderbaren Risikofaktoren

Veränderbare Risikofaktoren sind Gesundheitsfaktoren, Gewohnheiten oder Belastungen, die sich im Laufe der Zeit oft verbessern oder in den Griff bekommen lassen.

In diesem Artikel befassen wir uns mit den beeinflussbaren Risikofaktoren für Schlaganfälle, Demenz und Depressionen – und warum sich viele davon überschneiden.

Lies weiter, um zu erfahren, was die Studie ergeben hat, warum diese Erkrankungen mehr Risikofaktoren gemeinsam haben, als wir vielleicht denken, und was das für einen stärker präventiven Ansatz für gesundes Altern bedeuten könnte.

Unterschiedliche Bedingungen, gemeinsame Risiken

Schlaganfall, Demenz und Altersdepression sind grundlegend unterschiedliche Erkrankungen. Sie unterscheiden sich in ihren Symptomen, ihrem Verlauf und ihren Auswirkungen auf den Alltag. Auch ihr Verlauf ist sehr individuell, was bedeutet, dass zwei Menschen mit derselben Diagnose einen ganz unterschiedlichen Krankheitsverlauf haben können.

Laut der Weltgesundheitsorganisation wirken sich Schlaganfall, Demenz und Depressionen auf unterschiedliche Weise auf das Gehirn und den Alltag aus:

  • Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird, und tritt oft plötzlich auf, mit Symptomen wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Verwirrtheit.
  • Demenz entwickelt sich eher schleichend und bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, die das Gedächtnis, das Denkvermögen und die Alltagsfunktionen beeinträchtigen.
  • Eine Depression wirkt sich auf die Stimmung, die Energie und die Funktionsfähigkeit im Alltag aus. Bei älteren Menschen ist sie manchmal schwerer zu erkennen, da sich die Symptome mit anderen gesundheitlichen Veränderungen überschneiden können.

Obwohl sich ihre Symptome und Krankheitsverläufe stark unterscheiden, bringt die Studie diese Erkrankungen aus einem klaren Grund zusammen: Sie haben mehrere beeinflussbare Risikofaktoren und einige gemeinsame biologische Mechanismen, insbesondere solche, die mit der Gefäßgesundheit und der allgemeinen Gehirnfunktion zusammenhängen.

Über die Studie und DALY

Die Forscher haben Studien aus den Jahren 2000 bis 2023 ausgewertet und 182 relevante Metaanalysen ermittelt. Davon wurden 59 in die abschließende Analyse einbezogen.

Das Interessante an dieser Studie ist, dass die Forscher nicht einfach einzelne Risikofaktoren aufgelistet haben. Sie haben diese Faktoren bei Schlaganfall, Demenz und Altersdepression miteinander verglichen, um herauszufinden, welche Faktoren zusammen den größten Einfluss auf die Gehirngesundheit im Alter haben.

Dazu verwendeten sie eine Kennzahl namens DALYs, kurz für „disability-adjusted life years“ (behinderungsbereinigte Lebensjahre). DALYs schätzen die Gesamtbelastung durch eine Krankheit, indem sie folgende Faktoren kombinieren:

  • durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre
  • Lebensjahre mit Krankheit, Behinderung oder eingeschränkter Gesundheit

Das ist wichtig, weil ein Risikofaktor zwar einen starken Einfluss auf Schlaganfälle haben kann, aber nur einen geringeren Einfluss auf Demenz oder Depressionen im Alter. Mithilfe von DALY-gewichteten Berechnungen konnten die Forscher abschätzen, welche veränderbare Risikofaktoren insgesamt den größten Einfluss auf alle drei Erkrankungen hatten.

Beeinflussbare Risikofaktoren für Schlaganfall, Demenz und Depression

Bevor wir uns die Ergebnisse ansehen, ist es hilfreich zu klären, was veränderbare Risikofaktoren sind.

Ein veränderbare Risikofaktor ist ein Gesundheitsfaktor, ein Verhaltensmuster oder eine Belastung, auf die man im Laufe der Zeit Einfluss nehmen kann. Dazu gehören Faktoren wie Blutdruck, Rauchen, körperliche Aktivität, Schlaf, Ernährung, Blutzucker und Stress.

Sie unterscheiden sich von nicht veränderbaren Risikofaktoren wie Alter, Genetik und Familienanamnese, die sich nicht ändern lassen.

In dieser Studie haben die Forscher 17 veränderbare Risikofaktoren für Schlaganfall, Demenz und Depressionen im Alter ermittelt. Ein wichtiger Punkt ist, dass diese Faktoren selten isoliert auftreten. Oft überschneiden sie sich und beeinflussen sich gegenseitig:

Schlechter Schlaf kann sich auf den Stress auswirken. Stress kann den Blutdruck beeinflussen. Der Blutdruck kann die Gesundheit der Blutgefäße beeinträchtigen. Auf lange Sicht können diese Zusammenhänge die langfristige Gesundheit des Gehirns beeinflussen.

KategorieBeispieleRelevanz für verschiedene Erkrankungen
GefäßfaktorenBluthochdruck, RauchenSteht in engem Zusammenhang mit Schlaganfällen und gehört zudem zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für Demenz
StoffwechselfaktorenBlutzucker, NierenfunktionBeeinflusst sowohl das Schlaganfallrisiko als auch den kognitiven Verfall
Lebensstil-FaktorenBewegungsmangel, ungesunde Ernährung, SchlafstörungenHäufige beeinflussbare Risikofaktoren für einen Schlaganfall und beeinflussbare Risikofaktoren für Depressionen
Psychosoziale FaktorenStress, soziale IsolationEin stärkerer Zusammenhang mit Depressionen, aber auch relevant für Demenz und die allgemeine Gesundheit des Gehirns
SchutzfaktorenKörperliche Aktivität, soziale Kontakte, geistige Aktivitätverbunden mit einem geringeren Risiko bei allen drei Erkrankungen

Können veränderbare Risikofaktoren also verändert oder beseitigt werden? In vielen Fällen lassen sie sich verbessern oder in den Griff bekommen, aber nicht immer vollständig beseitigen. Dieser Unterschied ist wichtig. Bei der Prävention geht es nicht um perfekte Kontrolle, sondern darum, die Faktoren zu beeinflussen, die sich im Laufe der Zeit ändern lassen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie ist, dass nicht alle Risikofaktoren im DALY-gewichteten kombinierten Ergebnis das gleiche Gewicht hatten.

Die Studie identifizierte 17 veränderbare Risikofaktoren, die sich bei Schlaganfall, Demenz und Altersdepression überschneiden, was zeigt, dass diese Erkrankungen nicht auf völlig unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind, sondern auf eine Reihe gemeinsamer zugrunde liegender Faktoren.

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass vaskuläre und metabolische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Bluthochdruck hatte im Modell den stärksten Gesamteinfluss, gefolgt von Faktoren wie erhöhtem Blutzucker, eingeschränkter Nierenfunktion und Rauchen.

Das zeigt ein klares Muster: Viele der einflussreichsten Risikofaktoren stehen im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit und sind nicht auf eine bestimmte Krankheit beschränkt.

Zu den weiteren wichtigen Faktoren, die in der Studie ermittelt wurden, gehören Schlafstörungen, Stress und soziale Isolation. Diese Faktoren mögen auf den ersten Blick weniger direkt wirken, zeigten jedoch dennoch messbare Zusammenhänge mit dem kombinierten Risiko für die drei Erkrankungen.

Gleichzeitig wurden in der Studie mehrere Faktoren identifiziert, die mit einem geringeren Risiko verbunden sind. Körperliche Aktivität, geistige Aktivität, soziale Kontakte und ein Sinn im Leben standen im kombinierten Modell alle in Zusammenhang mit einem verringerten Risiko.

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Was das für die Gesundheit des Gehirns bedeutet

Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Die Gesundheit des Gehirns hängt eng mit der Gesundheit des gesamten Körpers zusammen. Blutdruck, Blutzucker, Schlaf, Stress, Bewegung und soziale Kontakte wirken nicht isoliert. Sie beeinflussen sich gegenseitig im Laufe der Zeit.

Genau das macht die Ergebnisse so nützlich. Eine lange Liste veränderbarer Risikofaktoren kann einen schnell überfordern, aber die Studie zeigt, dass viele davon miteinander zusammenhängen. Wenn man in einem Bereich etwas tut, wirkt sich das oft auch auf andere Bereiche aus. Besserer Schlaf kann zum Beispiel bei der Stressbewältigung helfen, was auf lange Sicht auch den Blutdruck und den Stoffwechsel positiv beeinflussen kann.

Für die Gesundheit des Gehirns bedeutet das: Prävention muss nicht mit allem auf einmal beginnen. Es reicht schon, wenn du dir ein paar feste Gewohnheiten aneignest: dich regelmäßig zu bewegen, auf deinen Schlaf zu achten, geistig aktiv zu bleiben, deine sozialen Kontakte zu pflegen und auf deinen Blutdruck und deinen Stoffwechsel zu achten.

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Prävention und ein ganzheitlicherer Ansatz

Die Ergebnisse deuten auf einen ganzheitlicheren Ansatz in Sachen Gesundheit hin. Die Gesundheit des Gehirns wird nicht von einem einzigen Faktor bestimmt, sondern davon, wie verschiedene Gesundheitsbereiche im Laufe der Zeit miteinander interagieren. Blutdruck, Stoffwechselgleichgewicht, Schlaf, Bewegung, Stress und soziale Kontakte sind allesamt Teil desselben Systems.

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In der Praxis bedeutet das, ein stabiles Fundament zu schaffen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Stressbewältigung, geistige Anregung und starke soziale Bindungen spielen dabei alle eine Rolle. Diese Gewohnheiten müssen nicht perfekt sein, aber Beständigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg ist es, was langfristige Gesundheit, Energie und Leistungsfähigkeit fördert.

Über die Studie hinaus passt dies auch zu einem umfassenderen Ansatz für gesundes Altern. Nahrungsergänzungsmittel können in diesem Ansatz ihren Platz haben – nicht als Ersatz für einen gesunden Lebensstil, sondern als Unterstützung für spezifische Bedürfnisse im Rahmen einer beständigen Routine. Bei Purovitalis wird die Nahrungsergänzung genau so betrachtet: als ein Element eines wissenschaftlich fundierten Lebensstils, der dein Wohlbefinden, dein Denken und deine Leistungsfähigkeit langfristig unterstützt.

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Schlaganfall, Demenz und Altersdepression sind zwar unterschiedliche Erkrankungen, haben aber mehrere veränderbare Risikofaktoren gemeinsam, die das Risiko im Laufe der Zeit beeinflussen. Diese Studie bietet keine Patentlösung. Sie bietet etwas ebenso Wertvolles: ein klareres Verständnis dafür, wo gezielte Maßnahmen die größte Wirkung erzielen können.

Man kann nicht alles kontrollieren, aber manche Faktoren lassen sich beeinflussen. Mit der Zeit summiert sich dieser Einfluss.

Referenzen
  1. Senff J, Tack RWP, Mallick A, Gutierrez-Martinez L, Duskin J, Kimball TN, et al. Beeinflussbare Risikofaktoren für Schlaganfall, Demenz und Depressionen im Alter: eine systematische Übersicht und DALY-gewichtete Risikofaktoren für ein zusammengesetztes Ergebnis. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2025;96(6):515-527. doi:10.1136/jnnp-2024-334925.
  2. Weltgesundheitsorganisation. Schlaganfall [Internet]. Genf: Weltgesundheitsorganisation; [abgerufen am 28. April 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/stroke
  3. Weltgesundheitsorganisation. Demenz [Internet]. Genf: Weltgesundheitsorganisation; [abgerufen am 28. April 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/dementia
  4. Weltgesundheitsorganisation. Depression [Internet]. Genf: Weltgesundheitsorganisation; [abgerufen am 28. April 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/depression

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Prof. Dr. Andrea Maier

Prof. Dr. Andrea Maier ist Internistin und Professorin für Altern (" longevity ") an der Vrije Universiteit in Amsterdam und der University of Melbourne, Australien. Sie erforscht den alternden Körper und sucht nach Anti-Aging-Behandlungen. Sie leitet das Center for Healthy Longevity in Singapur.
Warum werden wir im Laufe unseres durchschnittlichen Lebens von mehr als 80 Jahren immer älter? Können wir diesen Prozess aufhalten? Oder vielleicht sogar umkehren? Und inwieweit sollten wir das wirklich wollen? Maier gibt praktische Tipps, wie wir unsere Lebensspanne verlängern und gleichzeitig gesund bleiben können.

Themen, über die Andrea Maier spricht

  • Gesundheit
  • Alterung und Verjüngung
  • Interventionen zur Umkehrung der Alterung
  • Gerontologie
  • Innovation in der Medizin
  • Medizin


Hintergrund Andrea Maier

Andrea Maier schloss 2003 ihr Medizinstudium an der Universität Lübeck ab. Sie spezialisierte sich auf Innere Medizin am Medizinischen Zentrum der Universität Leiden und wählte anschließend das Fachgebiet Geriatrische Medizin. Hier begann sie mit der Erforschung des Alterns.

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